Kindergeschichten Weihnachten
Nur ein Traum Weihnachtsgeschichte 1/24
Der kleine Tom geht in die erste Klasse. Er ist ein richtiger Lausbub. Ständig heckt er etwas aus, ärgert seine Mitschüler und auch die Nachbarn sind vor seinen Streichen nicht sicher. Vor ein paar Tagen geschah etwas, was Tom nachdenklich machte. Morgens in der Schule hatte Tom einem Mädchen den Schulranzen auf dem Schulhof ausgeschüttet und ihren schönen Pferdefüller kaputt gemacht. Tom fand das total witzig und lachte das weinende Mädchen aus. Die Lehrerin schimpfte mit ihm und sagte:“So geht das nicht weiter, das muss anders werden.“
Am Abend, seine Mama hatte ihm noch eine Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen, schlief Tom schnell ein. Er schlief tief und fest. Doch was war das? Es klopfte an sein Zimmerfenster und ein kleiner Engel stand auf dem Fensterbrett. Tom schaute ganz verwundert und stotterte:“W-wer b-bist du?“ Der Engel lächelte und sagte:“Ich bin der Wunschzettelabholengel.“ Tom grinste und rief:“Toll, dann sage dem Weihnachtsmann, dass ich immer brav bin und er mir alle Wünsche auf dem Wunschzettel erfüllen soll.“
Der Engel strich ihm über den Kopf und antwortete:“ Nein Tom, der Weihnachtsmann weiß, was du das ganze Jahr angestellt hast und dieses Jahr werden wohl keine Geschenke unter dem Weihnachtsbaum liegen.“ Tom war sprachlos und irgendwie nachdenklich.
Am Morgen erwachte Tom früher als sonst und rieb sich erst einmal die Augen. Er schaute sich um, lief zu seiner Mutter in die Küche und gab ihr einen dicken Kuss. Seine Mutter wunderte sich schon etwas, denn sonst hatte er bereits nach dem Aufstehen den ersten Streich gespielt. Tom lächelte und glücklich und sagte:“Mama, es nur ein Traum , aber ab heute bin ich doch brav, sonst kommt der Engel und ich bekomme keine Weihnachtsgeschenke.“
Seine Mutter staunte über ihren Tom , denn seit diesem Tag spielte er wirklich nur noch ganz selten einen kleinen Streich.
(C)Manuela Zips 2026
Wilma kauft Weihnachtsgeschenke Weihnachtsgeschichte 2/24
Im Zoo lebt die Giraffe Wilma und dort gefällt es ihr richtig gut. In Der Weihnachtszeit steht in dem großen Zoo auch ein großer, bunt geschmückter Weihnachtsbaum. Ganz fasziniert ist Wilma immer von den vielen Lichtern. Dieses Jahr beschloss Wilma für ihre Freunde Weihnachtsgeschenke zu kaufen, denn sie macht ihnen gerne eine Freude.
Drei Wochen vor Heiligabend marschierte sie los Richtung Innenstadt. Die Menschen unterwegs staunten nicht schlecht, als eine Giraffe mit Einkaufstasche und langem Schal um den Hals in die Geschäfte schlenderte. Im ersten Geschäft allerdings, Wilma wollte gerade mit der Rolltreppe ein Stockwerk höher fahren, hatte sie bereits das erste Problem. Mit vier langen, dünnen Beinen eine Rolltreppe zu betreten -, das war gar nicht so einfach. Sie wackelte hin und her und dabei kam sie mit den Beinen durcheinander. Was dann passierte? Oben angekommen, hatte sie in jedem Bein einen Knoten.
Auf dem Weg nach unten wollte sie sicherheitshalber den Aufzug nehmen, aber das war ja noch schwieriger. Entweder waren die Beine im Aufzug und der Kopf mit dem langen Hals schaute noch nach draußen oder der Kopf war drinnen und die Beine standen noch vor der Tür. Also beschloss Wilma doch lieber wieder Knoten in die Beine zu bekommen und mit der Rolltreppe zu fahren. Aber, das erste Geschenk hatte sie bereits: Für ihre Freundin die Brillenschlange eine schicke Brille.
Als nächstes wollte sie in den Supermarkt und für Benno Affe Bananen zu kaufen. Wilma war noch keine zwei Minuten in der Obstabteilung, da passierte das nächste Unglück. Sie stieß gegen zwei Regale und alle Orangen, Äpfel und Kiwis purzelten auf den Boden. Was für ein Durcheinander. Nun hieß es erst einmal aufräumen. Als sie fertig war, bezahlte sie noch die sechs Bananen und spazierte weiter.
Ihr letztes Geschäft war ein Musikladen. Sie wollte für den netten Beppo Eisbär schöne Weihnachtsmusik kaufen. Sie betrat den Laden und Wilma staunte über so viele CDs. Aus einem Lautsprecher ertönte gerade das Lied „Alle Jahre wieder“, Wilmas Lieblingslied. Sie vergaß alles um sich herum und fing an zu tanzen. Allerdings merkte sie nicht, dass sie mit ihrem langen Hals und den langen Beinen alles umwarf. Sie tanzte etwas zu schwungvoll. Ein lauter Schrei erst konnte die Giraffe stoppen. Der Verkäufer stand vor ihr und schüttelte mit dem Kopf. „Oh da haben sie aber viel zu tun bevor sie gehen“, sagte er zu Wilma.
Die Giraffe machte sich an die Arbeit und anschließend hatte sie keine Lust mehr zum Einkaufen. Im Zoo angekommen, legte sie sich erschöpft schlafen und träumte trotz der Aufregung von einem schönen Weihnachtsfest.
(c) Manuela Zips 2026
Ludwig geht zum Arzt Weihnachtsgeschichte 3/24
Ludwig ist ein liebes Rentier und er wohnt beim Weihnachtsmann in einem tollen, gemütlichen Stall.
Eines morgens, es war der 3. Advent, wachte Ludwig mit Husten und Halsschmerzen auf. Er krächzte wie ein Rabe und irgendwie fühlte er sich gar nicht wohl. Der Weihnachtsmann war gerade in den Geschäften unterwegs. Ludwig dachte, dass ihm etwas frische Luft nicht schaden könnte und so machte er einen Spaziergang. Als er so hustete, hörte ihn die kleine Ina und fragte:“Hallo Ludwig, geht es Dir nicht gut?“ Ludwig sprach:“Ich habe Husten und Halsschmerzen und ich weiß nicht was ich tun soll“. Das Mädchen dachte einen Moment nach und sagte:“Weißt Du was? Ich bringe dich zum Doktor. Mir hilft er auch immer wenn ich krank bin.“ Also machten sich die Beiden auf den Weg zu Dr. Herbst.
Der staunte, als ein Rentier seine Praxis betrat. Ina machte das traurigste Gesicht, das sie machen konnte, damit der Doktor sie nicht wieder wegschicken würde.
„Nun ja, er ist zwar ein ungewöhnlicher Patient, aber natürlich helfe ich ihm“, sagte er. Er untersuchte das liebe Rentier und verschrieb ihm einen guten Saft. Das Rentier war so dankbar und fragte was er denn bezahlen müsse, doch Dr. Herbst antwortete:“Weißt du, ich würde mich freuen, wenn Du mir an Weihnachten ein paar Plätzchen vorbeibringst und mich vielleicht mal mit dem großen Schlitten durch den Schnee ziehst.“
Ludwig war überglücklich und am nächsten Tag ging es ihm wieder gut. An die Plätzchen hatte Ludwig natürlich gedacht und die Schlittenfahrt wurde ein einmaliges Erlebnis für den netten Doktor.
(c)Manuela Zips 2026
Der Streit der Schokoladenweihnachtsmänner Weihnachtsgeschichte 4/24
In dem Supermarkt bei mir um die Ecke war einige Tage vor Weihnachten richtig was los. Nicht nur weil viele Leute ihre letzten Weihnachtseinkäufe machten. Nein, auch in der Süßigkeitenabteilung herrschte großes Chaos. Warum? Die Schokoladenweihnachtsmänner hatten Streit. Oh ja, ich wollte das auch erst nicht glauben, doch neugierig war ich schon. Und so überzeugte ich mich selbst davon.
Ich fuhr mit dem Einkaufswagen durch die Gänge. Als ich bei den Süßigkeiten angelangt war, sah ich es mit eigenen Augen. Ein paar Schokoladenweihnachtsmänner machten gerade einen Ringkampf. Andere beschimpften sich gegenseitig. Ich näherte mich den Streithähnen und fragte: “Was ist denn mit euch los? Was sollen denn die Kinder von euch denken“? Einer von ihnen erklärte mir, dass sie darüber stritten wer zuerst gekauft wird. Dann ging der Streit weiter. Einige von ihnen wechselten den Standort. Sie stellten sich in die Joghurtabteilung ins Kühlregal. Andere verteilten sich in den Zeitschriften und zu den Putzmitteln. Überall standen sie herum.
Am nächsten Morgen schlenderte ich noch einmal durch den Supermarkt um zu schauen, ob die Weihnachtsmänner sich vertragen hatten. Aber das war noch nicht geschehen.
Die Weihnachtsmänner in der Kühlabteilung hatten schon kalte Füße. Die in der Putzmittelabteilung langweilten sich und die Weihnachtsmänner bei den Zeitschriften hatten Ärger bekommen, weil sie dort alle Zeitschriften durcheinander geworfen hatten. So konnte das nicht weitergehen. Ich nahm einen Einkaufswagen und sammelte alle Weihnachtsmänner ein. Natürlich waren sie erst gar nicht begeistert, aber das machte mir nichts. Nachdem ich alle in die Süßigkeitenabteilung zurückgestellt hatte, sagte ich:“Ihr hört sofort auf zu streiten und seid vorbildliche Weihnachtsmänner, denn sonst kauft euch niemand mehr.“ Alle schauten mich erstaunt an und überlegten einen Moment. Plötzlich fielen sie sich in die Arme und versprachen sich nie mehr zu streiten, denn es war ja bald Weihnachten.
Seit diesem Tag wurde es wieder ruhiger im Supermarkt.
(c) Manuela Zips 2026
Der Keks, der nicht gebacken werden wollte Weihnachtsgeschichte 5/24
Kinder, ihr werdet es nicht glauben, was in meiner Küche in den letzten Tagen los war.
Ich hatte schon früh am Morgen Teig zubereitet und wollte leckere Weihnachtsplätzchen backen. Als ich den Teig ausgerollt hatte, stach ich mit Formen kleine Weihnachtsfiguren aus. Auch ein Schneemann sollte bald als frischgebackener Keks meine Keksdose füllen.
Doch genau dieser Schneemann fing plötzlich zu sprechen an. Er lief aufgeregt über das Backblech und rief:“Hallo du da, du kannst mich doch nicht in den Backofen stecken, ich bin ein Schneemann.“ Ich schaute total überrascht, aber irgendwie machte es das Backen noch interessanter. Ich nahm den Schneemann auf die Hand und sagte:“Ja, aber du bist doch gar nicht aus Schnee. Du bist aus Teig und gehörst in den Backofen.“ Der Schneemann wehrte sich mit Händen und Füßen und tobte über den Tisch. Er rief:“Im Ofen ist mir viel zu heiß. Ich streike!“
Langsam wurde ich ungeduldig. Ich wollte in zwei Stunden mit meiner Weihnachtsbäckerei fertig sein. So sehr ich auch mit ihm redete, der Schneemann wollte nicht gebacken werden. Also beschloss ich nur die anderen Kekse zu backen. Als ich nach 20 Minuten den Backofen öffnete, schaute der Schneemann aus sicherer Entfernung zu. Als er sah wie knusprig und braun alle waren, sagte er:“Ich glaube braun sehe ich doch viel schöner aus. Außerdem kann ich mich dann besser bewegen und mein Körper ist nicht mehr so weich.“ Vorsichtig nahm ich den Schneemann, legte ihn auf das Backblech und er genoss die wohlige Wärme.
(c) Manuela Zips 2026
Die Sternenwanderung Weihnachtsgeschichte 6/24
Es war Heiligabend. Draußen war es schon dunkel und der Himmelstand voller Sterne. In den Häusern leuchteten Lichter an den Fenstern. Kinder sangen mit ihren Eltern, Omas und Opas Weihnachtslieder. Auf der Straße war es ruhig. Ein Stern am Himmel wurde neugierig und wollte gerne wissen, wie das Leben bei den Menschen wohl sei. Der Stern war ein leuchtender Stern, der hellste von allen.
An diesem Abend beschloss der Stern einen Ausflug zu den Menschen zu machen. Er fragte seine Freunde, die jeden Abend mit ihm um die Wette leuchteten, ob sie mit ihm zur Erde reisen möchten. Die Sterne klatschten und jubelten, denn endlich wurde es mal aufregend.
Insgesamt 50 Sterne sprangen mit kleinen Fallschirmen hinab zur Erde. Sie liefen durch Gassen, schauten sich die schön geschmückten Vorgärten und Fenster an. Ab und zu lugten sie in die Wohnzimmer und hörten mit Freude den singenden Kindern zu. Überall duftete es nach Weihnachtsplätzchen und leckerem Braten.
Eine ältere Dame hatte die Sterne entdeckt und freute sich über den strahlenden Besuch. Die Sterne erleuchteten mit ihrem Glanz die Straßen, von abendlicher Dunkelheit keine Spur.
Die nette Dame kam aus ihrem Haus und schenkte den Sternen eine große Tüte selbstgebackener Kekse. Nun strahlten sie noch mehr. Überglücklich machten sie sich nun auf den Weg zurück zum Himmel. Die dort gebliebenen Sterne warteten schon, denn sie wollten natürlich wissen, wie der Ausflug gewesen ist.
Im nächsten Jahr wollen noch mehr Sterne eine Wanderung zur Weihnachtszeit machen und vielleicht kommen sie ja dann auch in eurer Straße vorbei.
(c)Manuela Zips 2026
Ein Gast mit acht Beinen Weihnachtsgeschichte 7/24
Es war Heiligabend. Lea und ihre Eltern trafen die letzten Vorbereitungen für ein schönes Weihnachtsfest. Leas Oma und Opa sollten auch zu Besuch kommen. An Heiligabend gab es immer Kartoffelsalat und Würstchen, einen leckeren Nachtisch und nach der Bescherung spielten alle zusammen und sangen Weihnachtslieder. Opa konnte sogar Gitarre spielen.
Für die kleine Lea war es jedes Jahr wieder aufregend. Dieses Mal jedoch sollte es noch spannender werden. Lea bastelte gerade an einem Geschenk für die Großeltern, als eine helle Stimme rief: "Hallo Lea, ich bin Erika und ich wünsche dir frohe Weihnachten." Lea schaute sich erschrocken um und entdeckte an ihrer Zimmerdecke eine Spinne, die sich gerade an einem Faden abseilte. Sie landete auf dem Schreibtisch und winkte Lea mit sechs Beinen zu. Die anderen zwei Beine brauchte sich zum Abstützen, damit sie nicht auf die Nase fiel. Lea sagte: "Das ist sehr nett von Dir. Wie verbringst du denn Weihnachten?" Die Spinne machte ein trauriges Gesicht und antwortete:" Ich feiere ganz alleine, weil alle Angst vor mir haben. Ich tue doch niemandem etwas."
Lea hatte Mitleid mit Erika. Sie lief kurz zu ihren Eltern und kam nach wenigen Sekunden zurück. Sie strahlte und rief:" Erika, du bist heute unser Gast. Du darfst neben meinem Teller Platz nehmen und mit uns Weihnachten feiern." Die Spinne lächelte und ging kurz fort. Einen Augenblick später kehrte Erika zurück, schick angezogen und mit zehn paar selbst gesponnenen Ringelstrümpfen.
"Die habe ich für euch alle gemacht", erklärte Erika.
Solch einen Gast hatte ich Zuhause noch nicht, aber nun wissen wir wenigstens was die Spinnen mit ihren Fäden macht.
(c)Manuela Zips 2026
Spaß im Schnee Weihnachtsgeschichte 8/24
Es war am 1. Advent. Der kleine Tom saß mit seiner Schwester Mia und den Eltern am gemütlich gedeckten Frühstückstisch. Es gab warmen Kakao, frische Brötchen mit Wurst und Käse und Obst. Papa Olaf wollte gerade einen Schluck Kaffee trinken, als Tom aufsprang und jubelte. Papa Olaf hätte den Kaffee beinahe über den Tisch gespuckt. Nur ein warnender Blick von Mama Doris konnte ihn davon abhalten.
"Um Himmels Willen Tom, was ist denn los?" wollte Mama wissen. Tom jubelte: "Da schaut mal, es schneit endlich." Jetzt stürzte auch der Rest der Familie an das Küchenfenster. Tatsächlich, dicke Schneeflocken fielen vom Himmel. Nach zwei Stunden war draußen alles von einer dicken Schneeschicht bedeckt. Die Familie beschloss sich warm anzuziehen und eine Schneewanderung zu machen. Bepackt mit warmen Tee und zwei Schlitten ging es los.
Mama zog Mia und Papa zog Tom. Sie waren noch keine zehn Minuten unterwegs, als Papa Olaf auf einer glatten Stelle ausrutschte und den langen Weg in den Schnee plumpste. Tom, Mia, und Mama konnten sich nicht mehr halten vor lachen. Kurz danach ging es weiter, denn sie hatten noch einen langen Weg vor sich. Alle hatten ihren Spaß und die frische Winterluft tat gut. Es war noch keine weitere Viertelstunde vergangen, als Mama Doris plötzlich schrie wie am Spieß. Die Kinder und Papa drehten sich um und wieder folgte lautes Gelächter. Mama Doris hatte unter einem Baum gestanden, als eine große Ladung Schnee von den Ästen fiel. Mama Doris schaute aus wie ein Schneemann oder besser gesagt eine Schneefrau.
Nun waren die Eltern so nass, dass sie sich lieber auf den Heimweg machten, damit sich nicht noch jemand erkältete. Der Rückweg war jedoch nicht ganz ohne Hindernisse zu bewältigen. Ein paar Meter vor ihrem Zuhause wurden sie von vier kleinen Jungen mit einer Ladung Schneebälle beworfen. Tom bekam einen ins Gesicht und Papa Olaf einen in den Mantelkragen. Es folgte einen kleine Schneeballschlacht. Mama Doris und Mia lachten sich schlapp, denn sie blieben verschont.
Mama sagte:" Nun ja, jetzt lohnt es sich wirklich schon Nachhause zu gehen." Auch wenn der Ausflug etwas kurz war, Spaß hatte es aber allen gemacht.
(c)Manuela Zips 2026
Wo sind die Geschenke? Weihnachtsgeschichte 9/24
Es war noch ein Tag bis zum Heiligabend. Der Weihnachtsmann putzte den Rentierschlitten für seine lange Fahrt und gab den Rentieren viel Futter, denn sie mussten ja an Weihnachten viele Geschenke herumfahren und dafür brauchten sie Kraft.
Anschließend machte er sich auf den Weg zur Reinigung um seine Weihnachtskleidung abzuholen. Danach musste er noch seinen langen Bart ordentlich kämmen, damit er nicht aussah als hätte er Spaghetti im Gesicht.
Am nächsten Morgen war es dann soweit. Der Weihnachtsmann war schon um vier Uhr aufgestanden, denn er hatte an diesem Tag eine Menge zu tun. Nachdem er sich mit einem leckeren Frühstück gestärkt hatte, ging er in die große Weihnachtshalle. Diese war so groß wie ein Fußballstadion. Er wollte gerade die Tür zur Halle öffnen, da kratzt er sich am Bart. Er brummelte:" Wo habe ich denn alle Geschenke hingelegt, nachdem ich sie verpackt habe?" Er überlegte und überlegte, aber es wollte ihm nicht mehr einfallen. In der ganzen Halle war ein Chaos. Überall lag Geschenkpapier, Schleifen, Weihnachtskarten, bergeweise Lametta und hunderte Weihnachtskugeln, denn auch der Weihnachtsmann hat jedes Jahr einen schön geschmückten Weihnachtsbaum.
Er kroch in der großen Halle umher und schimpfte:" Immer vergesse ich so viel, das gibt es doch nicht." Plötzlich klopfte es an die Tür und dort stand Bauer Ludwig. Er wollte gerade nach dem Weihnachtsmann rufen, als er ihn zwischen all dem Lametta und den Weihnachtskugeln entdeckte. Herr Ludwig lachte und sagte:" Ich möchte ja nicht beim Versteckspielen stören Herr Weihnachtsmann, aber denken sie daran, die Geschenke rechtzeitig aus meiner Scheune zu holen? Ich fahre nämlich gleich in den Winterurlaub." Der Weihnachtsmann legte sich auf den Rücken und hielt sich den Bauch vor lachen. Er sagte:" Nächstes Jahr mache ich mir einen Knoten in den Bart, damit ich mich erinnere, wo ich die Geschenke gelagert habe."
Nun konnte sich der liebe Weihnachtsmann endlich auf den Weg zu den vielen Kindern machen, die sicherlich schon warteten.
(c)Manuela Zips 2026
Der Plätzchenbackwettbewerb Weihnachtsgeschichte 10/24
Die kleine Ella ist vier Jahre alt und geht schon längere Zeit in den Kindergarten. Jetzt vor Weihnachten ist es dort besonders schön. Alles ist hübsch geschmückt, zusammen werden Weihnachtslieder gesungen und gemütlich warm ist es in den Räumen. Nun hatte Frau Rompel, die Kindergartenleiterin, eine tolle Idee. Alle Kinder sollten mit ihren Eltern zu einem Plätzchenbackwettbewerb kommen. Am Nikolaustag sollte dieser stattfinden. Schiedsrichter sollte der liebe Nikolaus sein, der die Kinder an diesem Tag sowieso besuchen kommt.
Morgens um acht Uhr ging es los. Alle Kinder waren mit ihren Mamas und Papas gekommen. Sie hatten sich bunte Schürzen angezogen und sahen wie kleine Bäcker aus. Die Kindergärtnerinnen gaben pünktlich den Startschuss, denn wenn der Nikolaus um 11 Uhr kommt, mussten alle Plätzchen fertig sein. Das war ein Treiben in der großen Küche. Teig wurde gemixt und geknetet, mit Förmchen wurden Weihnachtsmotive ausgestochen und schon bald roch es im ganzen Kindergarten nach leckeren Plätzchen. Die Kinder waren mit Mehl bekleckert und klebten von Kopf bis Fuß. Zwei Stunden später waren alle pünktlich fertig, da klopfte es an der Tür. "Herein lieber Nikolaus", schrien die Kinder. Die Tür öffnete sich und die Jungen und Mädchen machten große Augen. Da war er, der Nikolaus, auf den sie schon das ganze Jahr gewartet hatten.
"Bei dem leckeren Plätzchenduft läuft mir ja das Wasser im Mund zusammen", sagte der Nikolaus. Ella rief:" Halt Nikolaus, du darfst natürlich mal probieren, aber nicht so viele, sonst bekommst du Bauchschmerzen".
Er probierte an jedem Wettbewerbstisch einen Keks und dann warteten die Kinder mit ihren Eltern darauf, wen er als Sieger nennen wird. Der Nikolaus räusperte sich und sprach:" Liebe Kinder, die Kekse schmecken alle sooooooo gut. Ich kann mich nicht entscheiden und deshalb haben alle gewonnen". Die Kinder brachen in Jubel aus und tanzten um den Nikolaus herum. Natürlich hatte er auch seinen großen Sack dabei und für jedes Kind ein kleines Geschenk darin.
Das war ein aufregender Tag. Mit roten Bäckchen gingen die Kinder an diesem Tag nach Hause.
(c)Manuela Zips 2026
Zu viele Kekse Weihnachtsgeschichte 11/24
Im Wohnzimmer von Frau Klein stehen im Bücherregal viele interessante Bücher und ein großer Stoffbär. Sie hat ihn von ihrer Enkelin geschenkt bekommen und ihm den Namen Bob gegeben.
Bob ist nicht irgendein Stoffbär, sondern er ist etwas ganz Besonderes. Immer wenn er alleine ist, läuft er in der Wohnung umher und spielt. Auf dem Schreibtischstuhl von Frau Klein spielt er immer Karussell fahren und dreht sich so lange, bis ihm schwindelig wird.
Vor ein paar Tagen, Frau Klein hatte schon ganz viele Weihnachtsplätzchen gebacken, war Bob alleine in der Wohnung. Er sprang vom Regal, rannte in die Küche und öffnete alle Keksdosen. Erst wollte er ja nur von jeder Sorte einen Keks probieren. Da sie ihm aber so gut schmeckten, konnte er nicht mehr aufhören. Er aß und aß und aß. Irgendwann waren alle Dosen leer, nur noch Krümel verrieten, dass in den Dosen etwas zu essen gewesen ist.
Langsam schlurfte er zurück ins Wohnzimmer. Er konnte gar nicht mehr richtig laufen, so voll war sein Bauch. Er versuchte auf das Regal zu klettern, aber mit so vielen Plätzchen im Bauch war an klettern nicht mehr zu denken. Es waren einfach zu viele gewesen. Bob legte sich auf das Sofa und jammerte:" Mein Bauch, mein armer Bauch"! Frau Klein war in der Zwischenzeit zurückgekommen und hatte die leeren Keksdosen bereits entdeckt. Sie machte dem kleinen Bären eine Wärmflasche und kochte ihm einen Tee. Schnell ging es Bob wieder besser.
Er nahm Frau Klein in den Arm und sagte:" Nie wieder Kekse." Frau Klein lachte und sagte:" Nie wieder so viele Kekse."
(c)Manuela Zips 2026
Die Schneespiele der Tiere Weihnachtsgeschichte 12/24
In meinem Garten, lieber Kinder, passierten im letzten Winter komische Dinge. Es hatte in der Nacht sehr viel geschneit. Pünktlich zum 2. Advent war alles von einer dicken Schneedecke bedeckt. Ich saß gerade auf meinem gemütlichen Sofa, als irgendjemand einen Schneeball nach dem anderen an mein Fenster warf. Ich ging nach draußen in den Hof. Da standen ein Igel, ein Eichhörnchen, eine kleine Maus, ein Reh und ein Hase.
Die Fünf schauten mich strahlend an und der Igel sagte:" Hallo, wir haben eine Frage. Morgen finden hier im Garten die Schneespiele der Tiere statt. Wir möchten dich fragen ob du als Zuschauer kommst?" Ich war sehr überrascht, denn eigentlich halten doch viele Tiere Winterschlaf. Der Igel erklärte:" Jeden Winter schlafe ich und verschlafe den tollen Schnee. Dieses Jahr fällt der Winterschlaf aus."
Ich versprach den Tieren am nächsten Tag zu kommen und war schon ganz neugierig. Um 14 Uhr war es soweit. In Schal, Mütze und Handschuhe gepackt, ging ich in den Garten und dann ging es auch schon los.
Das erste Spiel war Abwerfball, natürlich mit Schneebällen. Das Spiel dauerte noch keine fünf Minuten, da traf mich ein Schneeball mitten ins Gesicht. Die kleine Maus lachte und lachte, aber auch ich konnte nicht ernst bleiben. Als nächstes gab es das Schlittenrennen. Jedes Tier hatte einen Schlitten. Die Tiere freuten sich und jubelten.
Plötzlich hörten wir einen lauten Schrei und der Igel war mit seinem Schlitten umgefallen. Mit den Stacheln steckte er im Schnee und zappelte mit seinen kleinen Füßen. Schnell eilte ich zu ihm und zog ihn heraus.
Das dritte Spiel war das Schneemannwettbauen. Alle strengten sich an. Der Hase hatte einen besonders großen Schneemann geschafft und tanzte vor Freude um seinen Schneemann herum. Aus Versehen stieß er gegen ihn und der ganze Schneemann fiel auf den Hasen. Er war so sehr mit Schnee bedeckt, dass nur noch seine Ohren ein kleines Stück herausschauten. Die anderen Tiere prusteten vor Lachen und sagten:" Na, der Schneemann ist wohl etwas wackelig auf den Beinen." Nun musste auch der Hase lachen.
Plötzlich begann es zu schneien und uns allen wurde sehr kalt. Ich lud alle Tiere zu mir ein und wir aßen selbstgebackene Kekse und tranken warmen Kakao.
Das Eichhörnchen freuet sich und rief:" Eines weiß ich jetzt schon. Nächstes Jahr fällt der Winterschlaf wieder aus."
(c)Manuela Zips 2026
Das schönste Weihnachtsdorf Weihnachtsgeschichte 13/24
Sebastian wohnt mit seinen Eltern in einem kleinen Dorf in der Nähe von München. Fünf Wochen vor Weihnachten hatte der Bürgermeister eine schöne Idee. Er wollte dieses Jahr aus dem Dorf ein wundervolles Weihnachtsdorf machen.
In diesem Ort wohnten 800 Menschen. Es gab einen Bäcker, einen Metzger, einen Zeitungsladen und ein Lebensmittelgeschäft, ebenso einen Kindergarten und eine Kirche.
Der Bürgermeister trommelte alle großen und kleinen Dorfbewohner auf dem Marktplatz zusammen und erklärte welche Idee er hatte. Jung und alt waren von diesem Vorschlag so begeistert, dass sich gleich jeder an die Arbeit machte. Die Kinder bastelten bunten Weihnachtsschmuck, die Erwachsenen befestigten Lichterketten in allen Fenstern, der Bürgermeister kaufte Tannenbäume, die im ganzen Ort aufgestellt und geschmückt wurden. Die Eltern backten mit den Kindern viele leckere Weihnachtsplätzchen.
Auf dem Marktplatz baute Sebastians Papa eine große Holzkrippe mit Figuren und Tieren und der Pfarrer sorgte dafür, dass auch die Kirche weihnachtlich glänzte.
Pünktlich zum 1. Advent war das Dorf wunderschön dekoriert. Diese Neuigkeit sprach sich natürlich schnell herum. Von überall her kamen die Menschen und wollten sich das Weihnachtsdorf anschauen. So viel Trubel herrschte vorher noch nie in dem kleinen Dorf und auch die Nachbardörfer begannen auch ihre Häuser und Straßen zu schmücken.
Der Weihnachtsmann hatte sicher noch nie einen schöneren Ort gesehen.
(c)Manuela Zips 2026
Ein Engel besucht den Kindergarten Weihnachtsgeschichte 14/24
Neulich, es war kurz vor den Weihnachtsferien, machte sich der Engel Isabell auf den Weg zum Weihnachtsmann. Sie wollte ihm beim Verpacken der vielen Weihnachtsgeschenke helfen. Auf dem Weg dorthin flog sie am Kindergarten vorbei und wurde neugierig wie es dort wohl sei.
Eine Gruppe Kindergartenkinder lief gerade an Isabell vorbei, so dass der Engel sich dazu entschloss in einen Rucksack zu huschen. Unbemerkt kam sie in die Apfelgruppe. Die Kinder spielten, malten uns bastelten. Zwischendurch wurde gefrühstückt und Isabell stibitzte ein kleines Stück Apfel von dem kleinen Jonas. Anschließend gingen die Kinder in den Waschraum um die Zähne zu putzen und die Hände zu waschen. Das musste sich Isabell unbedingt anschauen. Sie flog hinter der Kinderschar her. Im Waschraum war was los. Die Kinder schrien herum und spritzen mit Wasser. Auch Isabell bekam eine Ladung Wasser in ihr Engelsgesicht. Das fand sie gar nicht lustig, denn Wasser mochte sie überhaupt nicht.
Nun war es Zeit zum Rausgehen. Die Kinder stürzten in den großen Hof und Isabell heimlich hinterher. Sie war noch keine fünf Minuten draußen, da erwischte sie ein Ball an ihrer kleinen Stupsnase. Fast wäre sie umgefallen. Ebenfalls aufpassen musste sie, dass sie niemand mit dem Roller oder Dreirad umfuhr. Für so einen kleinen Engel war das Abenteuer ganz schön gefährlich. Als anschließend noch eine große Ladung Sand auf ihr landete, war ihre Lust auf Kindergarten vergangen.
"Das kann ja dauern bis ich den Sand aus meinen lockigen Haaren gebürstet habe", jammerte sie. Nun machte sich das Engelchen doch lieber schnell auf den Weg zum Weihnachtsmann, denn der wartete sicher schon.
Aufregend fand Isabell die Zeit im Kindergarten schon, aber beim nächsten Mal möchte sie lieber von draußen zuschauen.
(c)Manuela Zips 2026
Ein ganz besonderer Weihnachtsbaum Weihnachtsgeschichte 15/24
Die Familie Schubert wohnt in einer kleinen Reihenhaussiedlung. Zur Familie gehören Tochter Lisa, Sohn Benni, Papa Kurt und Mama Nadja.
Jedes Jahr zur Weihnachtszeit machen sich die vier auf den Weg einen schönen Weihnachtsbaum zu kaufen. Die ganze Familie freut sich schon tagelang auf dieses Ereignis. Warum? Na dann passt mal auf, denn bei Schuberts ist so ein Einkauf gar nichts so einfach.
Eine Woche vor Heiligabend fuhren die vier mit ihrem Auto los. Am ersten Stand angekommen gab es nach wenigen Minuten einen lauten Schrei. Papa Kurt wollte sich einen Baum ganz genau ansehen und griff mit der Hand in die Nadeln. Mama Nadja versuchte ernst zu bleiben, aber Lisa und Benni prusteten los. "Ich glaube wir schauen lieber mal weiter", sagte Frau Schubert. Wenige Meter weiter fand sie einen schönen Baum. Sie war so begeistert, doch dieses Mal konnte Papa sich das Lachen nicht verkneifen. "Oh nein, schau dir mal die Größe an. Damit der Baum in unser Wohnzimmer passt, müssen wir ja ein Loch in die Decke bohren," sprach er. Da hatte er allerdings recht.
Eine Stunde ging das Gemecker so weiter. Lisa und Benni machten ihren Eltern einen Vorschlag. Sie sagten:" Wir beide können doch dieses Jahr den Baum alleine aussuchen. Einen besonderen, den sonst niemand hat." Die Eltern fanden den Vorschlag in Ordnung, denn sie hatten keine Lust mehr weiter zu suchen. Nach fünf Minuten waren Lisa und Benni wieder zurück. Sie waren total aufgeregt. Der Verkäufer hatte den Kindern den Baum in ein Netz verpackt.
Die Eltern waren natürlich ganz neugierig , doch bis Heiligabend mussten sie sich noch gedulden.
Als es endlich soweit war und Papa den Baum aufstellen durfte, war er sprachlos. "Was ist denn das?", fragte er schockiert. Mama Nadja bekam kein Wort raus.
Der Baum war schief, winzig und hatte nur wenige Äste mit wenigen Nadeln. Die Kinder fanden ihn klasse weil er so ungewöhnlich war.
Nun ja, eines musste man sagen, geschmückt war der Baum schnell. Benni und Lisa lachten und sagten:" Vielleicht entscheidet ihr euch nächstes Jahr gemeinsam für einen Baum, ansonsten kaufen wir wieder den hässlichsten und ungewöhnlichsten Tannenbaum auf der Welt.
Die Eltern gewöhnten sich schnell an ihren besonderen Baum und es wurde ein schönes Weihnachtsfest.
(c)Manuela Zips 2026
Weihnachten in der Eisenbahn Weihnachtsgeschichte 16/24
Stefan wollte mit seinen Eltern Heiligabend bei den Großeltern feiern. Es hatte an diesem Tag schon sehr viel geschneit und so beschlossen die drei mit dem Zug zu Oma und Opa zu fahren. Mama hatte belegte Brötchen, warmen Kakao und Plätzchen eingepackt.
Um elf Uhr ging es los. Zwei Stunden mussten sie mit der Eisenbahn fahren. Stefan hatte sich ein spannendes Buch mitgenommen, damit es ihm auf der Fahrt nicht langweilig würde. Sie waren gerade eine halbe Stunde unterwegs als der Zug stehen blieb. Stefan schaute aus dem Fenster uns sagte:" Warum steht denn der Zug? Hier ist doch gar kein Bahnhof?" Nun wurden auch die Eltern neugierig.
"Tatsächlich, kein Bahnhof weit und breit" bemerkte der Vater. Nach 15 Minuten stand der Zug noch immer. Der Vater ging los um den Lokführer zu suchen.
Kurze Zeit später kam er wieder zurück und schüttelte mit Kopf. Er rief:" Das kann dauern, denn die Lok hat einen Schaden und draußen schneit es ununterbrochen." Stefan war erst etwas enttäuscht, denn Weihnachten mit Oma und Opa war immer sehr schön. Doch plötzlich hatte er eine Idee. "Wir feiern, bis es weitergeht, hier zusammen mit den anderen Fahrgästen", schlug der Junge vor. Die Mitreisenden waren begeistert. Sie teilten miteinander ihre Plätzchen, Brötchen und Getränke. Ein älterer Herr hatte eine Flöte dabei. Er spielte Weihnachtslieder darauf und Stefan sang voller Freude mit. Der Lokführer kam herein und brachte einen kleinen Tannenbaum den er neben den Gleisen gefunden hatte.
Alle feierten mit und so verging die Zeit bis zur Weiterfahrt wie im Flug.
Nach vier Stunden kamen sie am Bahnhof an wo Oma und Opa schon warteten. Stefan stieg aus und begrüßte seine Großeltern mit den Worten:" Beim nächsten Mal kommen wir mit dem Schlitten zu euch."
Auch wenn die Reise etwas länger gedauert hatte, das Weihnachtsfest wurde, wie jedes Jahr, wunderschön.
(c)Manuela Zips 2026
Freddy bekommt Besuch Weihnachtsgeschichte 17/24
Freddy ist ein Eisbär und lebt am Nordpol. Er wohnt in einem schönen Iglu. Nicht irgendein Iglu. Nein, so ein Iglu hat nur Freddy. Warum? Na, dann hört gut zu. Sein Zuhause ist viel größer als alle anderen Iglus. Darauf ist er ganz stolz. Und wie schön er es eingerichtet hat. An den Fenstern hängen Gardinen, er hat ein buntes Sofa und einen Tisch. Außerdem besitzt er viele Bücher, denn er ist ein richtiger Bücherwurm oder besser gesagt ein Bücherbär.
Einmal im Jahr bekommt Freddy Besuch von seinen Freunden Joe und Frieda, die Lamas. Sie wohnen in einer Gegend wo es immer warm ist.
Dieses Jahr, in der Vorweihnachtszeit, sind die Beiden wieder in die Kälte gefahren. Freddy hatte das Iglu schon ein wenig geheizt, aber nicht zu viel, sonst schmilzt es natürlich. Warmen Tee hatte er gekocht und so war es richtig gemütlich. Als Joe und Frieda bei ihrem Freund angekommen waren, hatten sie schon richtig blaue Nasen von der Kälte. Sie bibberten und zitterten und tranken einen Tee nach dem anderen. Freddy konnte das gar nicht verstehen. Klar, er ist die Kälte auch gewöhnt.
Am nächsten Tag wollte Freddy mit seinen Freunden einen Spaziergang machen, doch Frieda und Joe streikten. "Nein, auf keinen Fall gehen wir in diese Kälte", riefen sie. Freddy lachte:" Haha, dann gehe ich alleine. Die Luft hier ist so gesund".
Während er fort war, hatte Joe die Idee, es noch wärmer zu machen. Er drehte den Heizofen auf die höchste Stufe. Ihr könnt euch sicher denken was dann passiert ist. Das Iglu wurde immer kleiner bis die Lamas irgendwann im Freien saßen. Jetzt erst merkten sie was sie angestellt hatten. Als Freddy von seinem Spaziergang zurückkam, saßen Joe und Frieda ganz kleinlaut im Schnee. Freddy schrie:" W-wo ist m-mein Iglu?"
Die Lamas antworteten:" Tut uns leid, es ist geschmolzen. Wir wären fast erfroren." Freddy war sprachlos.
Nun musste er Heinz Bär anrufen, der ihm ein neues Iglu bauen sollte. Da er aber eine Woche für den Bau brauchte, luden Frieda und Joe ihren Freund ein mit zu ihnen nach Hause zu kommen. Eine Woche Urlaub in der Hitze.
Diese Woche war für Freddy zwar aufregend , denn er war noch nie in Urlaub gewesen, aber nach sieben Tagen freute er sich auf sein neues Heim.
Eines war sicher: So schnell kamen Frieda und Joe nicht mehr wieder.
(c)Manuela Zips 2026
Der Weihnachtszauberer Weihnachtsgeschichte 18/24
Mia ist ein fünfjähriges Mädchen mit langen Haaren und einer kleinen Stupsnase. Neulich wollte sie mit ihrer Mama auf den Weihnachtsmarkt in der Stadt bummeln gehen. Dort sollte an diesem Tag ein Zauberer auftreten und darauf freuet sich das Mädchen sehr. Sie liebt die Zauberei und möchte am liebsten, wenn sie groß ist, auch eine berühmte Zauberin werden.
Als sie mit ihrer Mutter einen schönen Platz direkt vor der Bühne ergattert hatte, fing die Vorstellung auch schon an. Der Zauberer hatte einen glitzernden, mit Sternen verzierten Anzug an und auf dem Kopf trug er einen Zylinder. Er begrüßte seine kleinen und großen Zuschauer und dann begann er mit seiner Darbietung.
"Ich zaubere euch, liebe Kinder, die ganze Bühne voll Schnee", sagte er. Aber was war das? Nach dem Zauberspruch lag kein Schnee auf der Bühne, sondern hunderte grüne Frösche sprangen herum. Schnell überlegte er sich einen Zauberspruch um die Frösche wieder wegzuzaubern, denn die ersten Zuschauer ergriffen bereits die Flucht.
Nun versuchte er, als alle Frösche fort waren, einen anderen Zaubertrick. Er wollte dem Nikolaus, der auch zuschaute, eine neue Nikolausmütze zaubern. Oh nein, wieder funktionierte der Zauber nicht wie er sollte. Anstelle einer neuen Mütze zauberte er dem Nikolaus einen grünen Bart.
Jetzt musste er sich aber schnell etwas einfallen lassen. "Ich weiß jetzt was ich zaubern kann", sagte er. "Ich zaubere euch einen kleinen Weihnachtsbaum auf die Bühne."
Nun ja ein Weihnachtsbaum war es schon, aber nicht klein. Der Baum war so riesig, dass er alle Häuser überragte. Die Zuschauer lachten und lachten. Der Zauberer schämte sich und wollte sich wegzaubern, aber auch das konnte er nicht. Anstatt sich wegzuzaubern, hatte er dem Bürgermeister ein Hasenkostüm auf die Bühne gezaubert. Aber, der Bürgermeister wurde nicht böse. Er lachte und sagte: "Vielleicht funktioniert ja deine Weihnachtszauberei nur an Ostern. Versuche es einfach nächstes Jahr nochmal."
Für Mia die die Zaubervorstellung einfach schön.
(c)Manuela Zips 2026
Ein falscher Weg für den Maulwurf Weihnachtsgeschichte 19/24
Toni ist ein süßer, kleiner Maulwurf, der sich immer gerne durch meinen Garten gräbt. Manchmal stolpere ich zwar über die Hügel, aber Toni ist einfach ein lieber Kerl, dem man nicht böse sein kann. Wenn ich aus dem Haus komme, winkt er mir immer mit dem Spaten zu und dann lächelt er mich an.
Kurz vor dem 3. Advent war irgendetwas anders im Garten als sonst. Ich war an diesem Tag schon ein paar Mal draußen um Schnee vom Gehweg zu kehren, aber Toni hatte ich noch kein einziges Mal gesehen. Gefiel es ihm nicht mehr bei mir? Doch, aber er hatte sich vergraben.
In der Nacht hatte er viel zu weit gegraben und irgendwann kam er an eine Tür. Er öffnete sie vorsichtig und dachte, er traute seinen Augen nicht. Er kam in einen großen Raum. Dort lagen ganz viele Geschenke, Weihnachtsschmuck und tausende Wunschzettel. Langsam verstand er. Er musste beim Weihnachtsmann gelandet sein.
"Das ist ja klasse, endlich lerne ich den lieben Weihnachtsmann kennen", sprach er.
Solange er auch wartete, den Weihnachtsmann bekam er nicht zu Gesicht. Plötzlich flog ein Engel herein. Toni fragte:" Wo ist den der Weihnachtsmann? Ich möchte ihm gerne "Guten Tag" sagen?" Der Engel lächelte und antwortete:" Das tut mir leid, aber er ist gerade beim Friseur und dann muss er noch den Rentierschlitten putzen." Toni wurde ganz traurig. Der Engel jedoch gab ihm ein Blatt Papier und einen Stift und sagte:" Schreibe ihm doch einen Wunschzettel, darüber wird er sich freuen."
Der Maulwurf war überglücklich . Anschließend machte er sich auf den Rückweg.
Ihr wollt sicher wissen was er sich gewünscht hat? Er träumte von einem neuen Spaten.
Und tatsächlich , am Heiligabend lag ein neuer Spaten vor seinem Hügel. Vielleicht trifft Toni den Weihnachtsmann ja im nächsten Jahr.
(c)Manuela Zips 2026
Ein Weihnachtsgeschenk auf Reisen Weihnachtsgeschichte 20/24
Oma Doris ist für die beiden Schwestern Laura und Leonie die beste Oma auf der ganzen Welt. Sie kann so leckere Kuchen backen und schöne Geschichten erzählen. Schade nur, dass Oma Doris so weit weg wohnt. Mit dem Auto ist man sieben Stunden unterwegs.
Diese Weihnachten wollte Oma Doris den beiden Mädchen ein Weihnachtspaket schicken. In dem Paket war für jede ein Pferdebuch und ein großer Stoffbär. Oma Doris brachte vier Tage vor Weihnachten das Paket zur Post. Der Karton war mit Weihnachtsaufklebern und bunten Stempelbildern verziert. Am darauffolgenden Tag ging die Reise los. Der Postbote lud in seinen großen Laster viele Pakete, die bis zum Heiligabend zu den richtigen Leuten gebracht werden musste. Die beiden Bären für Laura und Leonie fanden es klasse zwischen all den vielen Paketen. Langsam wurden sie neugierig und machten das Paket indem sie verpackt wurden von innen auf und erkundeten den Laster. Der eine Bär war ein Eisbär, der andere ein Koalabär.
Der Eisbär war so vorwitzig und klopfte gegen einige Pakete und rief:" Hallo, wer ist denn da?" Aus einem Karton kam tatsächlich eine Stimme, die brummte:" Ich bin ein Spielzeugbagger, aber nun möchte ich weiterschlafen. Ich habe noch eine lange Fahrt vor mir."
Der Koalabär wollte gerade auf einen großen Karton klettern , als der Postbote eine Vollbremsung machte. Der Bär fiel herunter und knallte auf die Nase. Das tat weh. Es dauerte aber nicht lange und er rappelte sich wieder auf.
Jetzt fuhren sie über die Autobahn und da konnte der Postbote etwas schneller fahren. Das war gar nicht gut für den kleinen Eisbär, denn ihm wurde ganz übel und sein Gesicht färbte sich schon ganz grün. Er jammerte:" Oh nein, hoffentlich sind wir bald da. Ich will Nachhause."
Plötzlich blieb der Fahrer stehen. Die Bären schauten neugierig aus dem Fenster. "Auch das noch, ein Stau", klagte der Koalabär.
Drei Stunden verbrachten sie stehend auf der Autobahn. Als es endlich weiterging, waren die beiden Bären in ihrem Karton eingeschlafen und träumten von ihrem neuen Zuhause. Als sie ankamen, war die Freude bei Laura und Leonie groß. Die beiden Bären beschlossen so schnell keine Reise mehr zu machen.
(c)Manuela Zips 2026
Hilfe für den Weihnachtsmann Weihnachtsgeschichte 21/24
Wie ihr wisst, liebe Kinder, hat der Weihnachtsmann jedes Jahr vor Weihnachten sehr viel zu tun. Er muss die vielen Wunschzettel der Kinder lesen, Geschenke einkaufen, Geschenke einpacken und an Heiligabend verteilen. Einmal, der Weihnachtsmann hatte wieder alle Hände voll zu tun, sagte er:" Ich brauche jemanden der mir hilft, dann geht alles viel schneller." Er setzte eine Anzeige in die Zeitung und wartete darauf, dass sich jemand meldet.
Zwei Tage vergingen und ein Mann rief an. Doch nach wenigen Worten sagte der Mann:" Mit dem Rentierschlitten soll ich fahren? Nein danke, da wird mir bestimmt schlecht."
Der nächste Anrufer war eine kleine Schnecke. "Ich schaffe zehn Zentimeter in einer Stunde. Ich bin die schnellste Schnecke weit und breit." Der Weihnachtsmann schüttelte den Kopf und sagte:" Bei dem Tempo sind wir ja an Ostern noch dran." Er wollte die Suche schon aufgeben, da klingelte das Telefon wieder. "Hallo Weihnachtsmann, hier spricht der Osterhase. Ich möchte Dir gerne helfen."
Der Weihnachtsmann staunte nicht schlecht , aber irgendwie gefiel ihm die Idee. Er ließ dem Hasen ein Weihnachtsmannkostüm nähen und dann machten sie sich an die Arbeit.
Einige Menschen wunderten sich an diesen Weihnachtstagen über die langen Ohren, aber lustig fanden es alle. Wann sieht man an Weihnachten schon den Osterhasen? Vielleicht hilft ja der Weihnachtsmann auch mal dem Osterhasen.
Aber dann wisst ihr ja, liebe Kinder : Der Osterhase hatte sicher viel zu tun.
(c)Manuela Zips 2026
Rein oder raus Weihnachtsgeschichte 22/24
Klaus und Susanne wohnen mit ihren Eltern in einem großen Haus mit einem großen Garten.
Es war noch ein Tag bis Heiligabend. Papa Hannes hatte in der Stadt einen Weihnachtsbaum gekauft und wollte ihn an diesem Abend im Wohnzimmer aufstellen. Seine Frau Elke wollte ihm dann beim Schmücken helfen. Doch irgendwie geschah etwas Seltsames. Gerade als der Vater den Baum durch die Haustür tragen wollte, fing dieser an zu sprechen.
Er sagte:" Nein, ich will hier nicht rein. Ich gehöre nach draußen an die frische Luft." Der Vater schüttelte den Kopf:" Ach Quatsch, du sollst ein schön geschmückter Weihnachtsbaum werden, und zwar im Wohnzimmer." Schließlich begann Mama Elke Weihnachtskugeln an den Baum zu hängen. Und wieder meckerte er:" Oh nein, ich mag keine rote Kugeln, ich möchte goldfarbene." Mama ließ sich nicht beirren und kam schon mit der nächsten Überraschung um die Ecke: Lametta! Sie hing den ganzen Baum voll damit.
Der Tannenbaum war nun richtig genervt und schüttelte sich so stark, sodass das Lametta im Wohnzimmer umherflog. Der Vater wurde langsam sauer über den kratzbürstigen Baum und sagte:" So einen Baum hatten wir noch nie. Gleich werfe ich ihn raus."
Der Baum jubelte:" Ja, bitte bitte wirf mich aus dem Haus. Hier ist es viel zu warm." Mama Elke überlegte hin und her. Dann beschloss sie dem Baum einen schönen Platz im Garten zu geben.
Und siehe da, plötzlich war es ihm ganz gleichgültig wie er geschmückt war. Er fühlte sich richtig wohl und so wie er strahlte war er der glücklichste Weihnachtsbaum weit und breit.
(c)Manuela Zips 2026
Wer mag das wohl sein? Weihnachtsgeschichte/gedicht 23/24
Draußen auf der Wiese
steht ein weißer Riese.
Auf dem Kopf trägt er einen Hut,
der ihm sicher steht recht gut.
In der Hand hat er einen Besen,
wer ist wohl dieses Wesen?
Eine Möhre wird die Nase,
nein, es ist kein Osterhase.
Er mag den Winter, er liebt es kalt,
scheint die Sonne, so schmilzt er bald.
Kinder, wer mag das wohl sein?
Es ist ein .... , draußen im Freien.
(c) Manuela Zips 2026
Verschlafen Weihnachtsgeschichte 24/24
Es war der 24. Dezember. Die ganze Stadt, in der ich wohne, war weihnachtlich dekoriert. In der Innenstadt waren noch viele Menschen unterwegs, die ihre letzten Einkäufe machten. Weihnachtsmusik ertönte aus den Buden auf dem Weihnachtsmarkt. Eigentlich waren alle Leute an diesem Tag schon früh auf den Beinen. Nur einer nicht - der Weihnachtsmann.
Sein Wecker war kaputt und hatte ausgerechnet an diesem Tag nicht geklingelt. Erst als der Postbote an der Tür klingelte, wurde er aus dem Schlaf gerissen. Der Weihnachtsmann sprang verschlafen aus dem Bett und sagte:" Guten Morgen Herr Postbote, sie sind aber früh heute." Der Postbote lachte:" Früh? Es ist gleich elf Uhr." Er gab dem Weihnachtsmann einen Stapel Briefe und ging mit einem Kopfschütteln weiter.
Der Weihnachtsmann schaute auf den Wecker und da merkte er erst, dass er nicht funktionierte. "Au weia, jetzt muss ich mich aber sputen", murmelte er. Er rannte in das Bad, putzte sich die Zähne und sprang unter die Dusche. Da er so in Eile war, drehte er aus Versehen kaltes Wasser statt warmes an. Seinen lauten Schrei hörte man bestimmt bis zum Mond.
Nach der Dusche zog er sich an, doch auch dabei war er ganz durcheinander. Erst zog er die Hose falsch herum an und dann hatte er den linken Schuh am rechten Fuß und den rechten Schuh am linken Fuß angezogen. Aber nach wenigen Minuten stand er fertig angezogen im Hof. Er hatte den großen Schlitten geholt und wollte losfahren, als er merkte, dass er ja vergessen hatte die Rentiere anzuspannen. Also stieg er wieder aus und holte seine Rentiere aus der Scheune, die schon ungeduldig warteten.
Nun konnte es endlich losgehen, denn er hatte viel Arbeit heute vor sich - schließlich war Heiligabend.
Als er spät in der Nacht Nachhause kam brummelte er:" Nächstes Jahr werde ich mir mindestens 20 Wecker aufstellen. Einer davon wird dann schon pünktlich klingeln."
In dieser Nacht schlief der Weihnachtsmann besonders gut.
(c) Manuela Zips 2026
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